Die 1090er Adventure ist der neue Einstieg ins Abenteuerland von KTM. Statt 95 PS liefert der LC8 V2 nun stolze 125 PS. Wer bei der Versicherung sparen will, kann sie aber auch mit 95 PS haben und dann zusätzlich auf 48 PS drosseln lassen, womit sie A2-Führerschein-tauglich wird. Die Möglichkeiten haben sich also erweitert. Bei aller Sportlichkeit soll die 1090 Adventure ein genügsames und damit auch im Unterhalt günstiges Motorrad sein. Wichtiger ist natürlich der Spaß an der Freude, der bei einem Trockengewicht von nur 205 kg sicher nicht zu kurz kommt. Die 1090er ist in der Grundkonfiguration auf den Straßenbetrieb ausgelegt, die Gussfelgen sind mit Metzeler Tourance Next in den Größen 110/70-19 bzw. 150/70-17 bezogen und bieten beste Performance auf trockener wie nasser Fahrbahn.
Volles Elektronik-Paket auf der KTM 1090 Adventure

Ab Werk sind zudem elektronische Goodies wie die Traktionskontrolle (TC) und ABS mit verschiedenen Betriebsarten sowie die KTM-Fahrmodus-Technologie an Bord. Mit dem optionalen „Offroad-Paket“ kommen zudem speziell abgestimmte Geländemodi dazu. Die Einstellungen sind am LC-Display sofort ablesbar und per Menüschalter intuitiv konfigurierbar. Das Koffersystem kommt ohne Montagematerial aus, alle Teile sind bereits am Motorrad verbaut. Sportlichkeit und Ergonomie gleichermaßen bedient KTM mit verstellbaren Fußrasten, Handhebeln, sowie Windschild und Lenker. Für das Abenteuer abseits asphaltierter Wege ist die 1090er mit 185 bzw. 190 mm Federweg ebenfalls gerüstet. Soviel Motorrad gibt’s selten zum Einstieg.

Bereits die 1090 Adventure überzeugt mit ausgeprägter Geländetauglichkeit, die wahre Offroaderin ist bei den "Kleinen" Adventures aber eindeutig das R-Modell. Bereits durch den orange lackierten Rahmen ist sie eindeutig identifizierbar und bietet insgesamt einen aggressiveren, härteren Look. Damit sie noch härter im Nehmen ist, schützt sie sich mit dem farblich passenden Sturzbügel, der Tank, Kühler und Motor vor dem Schlimmsten bewahrt. Auf die extrem robusten Drahtspeichenräder sind ab Werk schlauchlose Continental TKC 80 Twinduro Stollenreifen aufgezogen. Alternativ dazu stehen dem Fahrer eine Vielzahl verschiedener Straßen- und Geländereifen in den Dimensionen 90/90-21 und 150/70-18 zur Verfügung.
Mehr Offroad und mehr Leistung auf der KTM 1090 Adventure R

So wie bei der 1090 Adventure werden die 125 PS aus dem 1.050 ccm 75°-V2 auch mit Hilfe der Traktionskontrolle und über das Ride-by-Wire optimal auf den Untergrund übertragen. Je nach gewähltem Modus lässt die Traktionskontrolle unterschiedlich viel Schlupf am Hinterrad zu. Die Bedienung ist intuitiv und am großen LC-Display übersichtlich abzulesen. Für eine bessere Ergonomie lassen sich Lenker, Windschild, Fußrasten und Handhebel einstellen. Die Halterungen für das Gepäcksystem sind ebenfalls bereits am Fahrzeug integriert.
Fahrwerk wie bei den Hardenduros: PDS-System!

Neu sind hingegen die voll einstellbaren Federelemente von WP, die 220 Millimeter Federweg bieten und es mit gröberen Gesteinsmassen locker aufnehmen. In der 49 mm-Gabel sind straffere Tragfedern verbaut. Hinten kommt wie bei den KTM-Enduros ein progressiv gedämpftes PDS-Federbein ebenfalls von WP zum Einsatz. Die kraftvolle Bremsanlage mit 320 mm Brembo-Doppelscheibe, radial verschraubten Vierkolben-Festsätteln und Radial-Handpumpe blieb unverändert, das Zweikanal-ABS vom Typ 9M+ stammt von Bosch. Zusätzlich zur Möglichkeit, das ABS ganz zu deaktivieren, steht bei der „R“ serienmäßig der Offroad-Modus zu Verfügung, der das Blockieren des Hinterrades ermöglicht.
KTM 1290 Super Adventure S 2017:

Die Nachricht, dass es die KTM 1190 Adventure nicht mehr geben soll, war für mich natürlich besonders schlimm - sah ich die 1190er in Sachen Leistung und Handling doch als goldene Mitte zwischen der kleinen 1050er mit 95 PS und der riesigen 1290 Super Adventure mit 160 PS. Nun soll die neue 1290 Super Adventure S aber trotz gesteigerter Leistung noch handlicher als die 1190 Adventure sein! Die ersten Testfahrten werden es zeigen, vorerst dürfen wir uns an der Theorie ergötzen: Angetrieben vom 1.301 Kubik großen 75°-V2, der maximal 160 PS (118 kW) leistet, rollt die 1290er auf 17 und 19-Zoll Rädern, bereift mit Pirelli Scorpion Trail 2 vornehmlich auf asphaltierten Straßen. Federwege von 200 mm erlauben aber gerne einen Abstecher auf unbefestigte Wege.
Vollgestopft mit Elektronik-Highlights: KTM 1290 Super Adventure S

Ein zentrales Highlight der neuen 1290 Super Adventure S bildet das serienmäßige semiaktive WP Fahrwerk, das es gestattet, die Dämpfung der Gabel und des Federbeins per Kombischalter selbst während der Fahrt zwischen „Comfort“, „Street“, „Sport“ und „Offroad“ zu variieren. Außerdem lässt sich die Federvorspannung des Federbeins in vier Stufen elektronisch anpassen. In die Verkleidung integriert ist ein neues Dashboard mit 6,5 Zoll (16,5 cm) großem TFT-Farbdisplay, das eine noch intuitivere Bedienung gestatten soll. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen zählen das integrierte Koffersystem, LED-Leuchtelemente und ein Kurvenlicht. Mit dem optional erhältlichen Travel Pack erhält der Kunde unter anderem die Berganfahrhilfe (HHC), die Motorschleppmoment-Regelung (MSR) und den Quickshifter+ zum Hinauf- und Herunterschalten.
KTM 1290 Super Adventure R 2017:

Ausgestattet mit dem 1301 Kubik großen 75°-V2-Motor, der unglaubliche 160 PS leistet, ist die Super Adventure R für jedes Abenteuer gerüstet. Ihre Drahtspeichenräder in 21 und 18 Zoll, bezogen mit Continental Trail Attack II beziehungsweise Continental TKC 80 müssen sich vor kaum einem Hindernis fürchten. Zugleich vereinen die patentierten Räder mit luftdichtem Felgenbett sämtliche Vorteile schlauchloser Bereifung mit der für harten Geländeeinsatz unabdingbaren Robustheit. Das Fahrwerk von WP Suspension verfügt vorne wie hinten über 220 mm Federweg. Die Doppelscheibenbremsen von Brembo mit 320 mm Scheiben werden bei Bedarf vom Bosch-MSC mit schräglagenabhängig regelndem C-ABS gesteuert. Auch bei extremen Schräglagen gewährleistet das System Verzögerung bis an die Grenze des physikalisch Machbaren. Beim Beschleunigen wird der Fahrer hingegen vom MTC unterstützt, das ebenfalls schräglagenabhängig operiert.
State-of-the-Art Fahrassistenz bei der 1290 Super Adventure R

Neben den Fahrmodi Sport, Street, Rain und Off ist bei der 1290 Super Adventure R das Offroad-Paket serienmäßig, das bei aktivem ABS erlaubt, das Hinterrad zu blockieren. Das MTC ermöglicht im Offroad-Modus bis zu 100 Prozent Schlupf am Hinterrad. Die Assistenzsysteme sind zudem komplett abschaltbar. Weitere Annehmlichkeiten sind ei Tempomat und das, bei KTM "Race-on-System" genannte Startprozedere ohne Zündschlüssel. Optional kann sich der Käufer für das „Travel Pack“ entscheiden, das unter anderem die Berganfahrhilfe (HHC), die Motorschleppmoment-Regelung (MSR) und den Quickshifter+ zum Hinauf- und Herunterschalten umfasst.
KTM 1290 Super Adventure T 2017:

Wäre ich gemein, würde ich sagen, das T-Modell der 1290 Super Adventure unterscheidet sich lediglich durch den T-Aufkleber auf der Seitenverkleidung - und tatsächlich wurde das Flaggschiff der Adventure-Reihe lediglich auf Euro4-Norm getrimmt, sonst bleibt alles beim Alten. Was allerdings alles andere als schlecht ist, denn die 1290 Super Adventrue T brilliert nach wie vor mit ihren gut fahrbaren 160 PS, den Luxus-Features und dieser ausgeprägten Reisetauglichkeit, die eben nur sie mit ihrer vergleichsweise ausladenden Verkleidung schafft.
Die gefälligste Optik auf der KTM 1290 Super Adventure T?

Das fehlende TFT-Display wird da die wahren Fans ebenso wenig stören wie das getrennt vom Hauptscheinwerfer untergebrachte Kurvenlicht - denn gerade der Scheinwerf der neuen Super Adventure S und R-Modelle polarisiert schon heftig und ist nicht jedermanns Sache. Somit darf die KTM 1290 Super Adventure T völlig zu Recht das größte und beste Reise-Schiff im Adventure-Sortiment bleiben, für noch mehr Sport und Gelände gibt es nun aber eben die beiden anderen Super Adventures.